Politik zum Mitgestalten – Die Jusos stellen sich vor

Während unseres Workshops sind wir viel in Bonn und Region unterwegs gewesen, mussten vom BaseCamp in die Bonner Innenstadt, nach Bad Godesberg und bis nach Brühl oder Köln – um so viel zu sehen, waren wir natürlich auf die öffentlichen Verkehrsmittel in Bonn angewiesen. Egal aus welcher Stadt unsere Teilnehmer anreisten – London, Tel Aviv oder Berlin – stellten sie erstaunt fest, wie teuer die Fahrt mit Bus und Bahn hier doch sei.

Dieses Thema wurde auch bei unserem Treffen mit Vertretern der „Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD“, kurz Jusos, in Bonn aufgegriffen. Zu Besuch waren die Bonner Vorstandsvorsitzende Jessica Rosenthal, der stellvertretende Vorsitzende Max Wilshaus sowie die Geschäftsführerin Rebecca Großmann, die uns über die Interessen, Ziele und Probleme der Jugendorganisation erzählten. Hauptziel sei vor allem mehr soziale Gerechtigkeit, woran auf mehreren Ebenen gearbeitet wird. Im Moment ganz oben auf der Tagesordnung: Kostenlose Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln für alle in Bonn, denn heutzutage müsse man mobil sein können, um ein Teil der Gesellschaft zu sein. Auch die hohen Kosten für Wohnraum sowie das dreigliedrige Schulsystem in Deutschland sind Gründe für Chancenungleichheit, so die Vertreter der Organisaton.

Doch die Jusos sind nicht nur lokal aktiv. Auch national, also in Zusammenarbeit mit den Jungsozialisten aus anderen Städten, sowie international als Mitglied der Young European Socialists, werden Ideen ausgetauscht und politische Ziele umgesetzt.  In Anbetracht des aufstrebenden neuen Rechtspopulismus ebenfalls ein wichtiger Programmpunkt: „Nie wieder Ausschwitz!“ – auch hierfür gibt es diverse Ideen und Maßnahmen, die zusammen mit anderen Jugendbewegungen ausgearbeitet werden.

Für uns im Rahmen des Workshops ebenfalls interessante Fragestellungen: Wie bewegt man Jugendliche dazu, sich politisch zu engagieren? Inwiefern können Jugendliche in alteingesessenen Parteistrukturen überhaupt Einfluss nehmen? JessicaJUSOS, Rebecca und Max erklärten uns, dass es öfter zu Auseinandersetzungen zwischen der Nachwuchsgeneration und der Mutterpartei gäbe, doch letztendlich ist dies notwendig, um Bewegung und Erneuerung einzubringen. Dem Rückgang an politischer Beteiligung von Jugendlichen versuchen die Jusos durch gezielte Werbung und dem Einsatz von sozialen Medien entgegenzuwirken.

Die Möglichkeit, in Deutschland schon als Jugendlicher Politik aktiv mitgestalten zu können, fanden unsere internationalen Gäste besonders positiv.

Text: Felina Lottner
Foto: Luzia Ogureck

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